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Einmal Rennstreckenfeeling: Mit einem Tesla beim Wachauring

 

Jeder, der schon einmal selbst einen Tesla gefahren ist, weiß um diesen besonderen Moment der Beschleunigung. Bisher ist die Beschleunigung eines Teslas unter den Autos wohl unvergleichlich und macht auch gerade seinen besonderen Reiz aus. Allerdings kann diese Beschleunigung und schon gar die hohe Geschwindigkeit, die theoretisch erreicht werden könnte, im Alltag selten ausgereizt werden (und sollte es auch nicht). Da wären mal die unzähligen Geschwindigkeitsbegrenzungen, Fußgänger, zu langsame Katzen auf den Straßen, ständig aufschreiende Beifahrer(innen), Ampeln und es ist doch einfach zu gefährlich. Und es verbraucht zu schnell zu viel Energie. So viele Pausen will man einfach nicht machen…

Auf einer legalen Rennstrecke hingegen geht das nicht nur alles, da ist Gasgeben sogar höchst erwünscht. Beim ÖAMTC Zentrum am Wachauring habe ich bei einer Race Experience endlich einmal das volle Potenzial des Teslas auskosten können. Meine einzige (und wirklich berechtigte) Sorge war, wo ist die nächste Ladestation. Einen Supercharcher gibt es dort zwar (noch) nicht, aber ein paar Meter Auflagen war schon möglich.

Beim Durchlesen des Anforderungsprofils für das Auto musste ich doch etwas schmunzeln. Denn dort war zu Lesen „Ihr Fahrzeug darf nicht lauter als 82dB in der Vorbeifahrt sein.“ Wie sie das wohl beim Tesla messen wollen. Mag sein, dass gerade bei einem Autorennen die völlige Geräuschlosigkeit eines Teslas für manche Autoenthusiasten frustrierend ist. Da gibt’s halt keinen röhrenden Hirsch aus dem Hubraum, der symbolisch für die unüberbietbare (Mannes-)Kraft steht. Aber als Teslafahrer steht man(n) da locker drüber. Denn, wenn ich in der Startbox Gas gebe sehe ich meine Konkurrenten in wenigen Sekunden ohnehin nur noch im Rückspiegel. Und zwar recht klein. Obwohl meine Konkurrenz an diesem Tag doch recht beachtlich war in PS-Hinsicht: Der Porsche war ein durchaus würdiger Konkurrent.

Die Racing Experience beginnt mit einem Briefing am Sonntagmorgen um 8:45 Uhr. Instruiert werden wir von erfahrenen Motorsportlern, die uns während des gesamten Fahrtrainings begleiten und während der Fahrt verbunden über Funkmikrofon uns jederzeit Feedback geben können.

Bevor das eigentliche Rennen losgeht wird uns Basiswissen vermittelt. In den ersten Runden vermittelt der Instruktor das richtige Fahrverhalten auf der Rennstrecke, gibt Tipps für sicheres Fahren. Bei einem Warm Up fahren wir uns erstmal richtig ein, lernen die Sitzposition, Lenk-und Blicktechnik zu optimieren, um blitzschnell reagieren zu können, wenn es erforderlich ist. Denn hier sind gute Reflexe und höchste Konzentration notwendig. Dann lerne ich, meine Ideallinie zu finden, korrektes Anbremsen von Kurven, damit es mich nicht hinausschleudert. Und natürlich das optimale Fahren in der Kurve mit höchster Geschwindigkeit.

Erst wenn diese Grundtechnik sitzt, geht es an die Königsdisziplin. Die Fahrzeuge reihen sich in die Boxengasse. Das Aufröhren beginnt (zumindest bei den Benzinern), noch letzte Korrekturen der Sitzposition, das Adrenalin und die Lautstärke steigen. Vor mir liegt eine Rennstrecke mit 1.150 Metern und ich bin mir eigentlich sehr siegesbewusst. Der Instruktor schwingt die Startfahne und los geht es!
Und wer nun bei diesem Rennen gewonnen hat? Ach, dabei sein ist doch alles.

Mehr Informationen zu Fahrtechnik-Trainings:

https://www.oeamtc.at/fahrtechnik/

 

Vitaliy

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